Keksnote-Basiswissen: Waffeln mit Vanillesahne

waffelnWaffeln? Was kann man da denn schon falsch machen? Teig angerührt, ab in das Waffeleisen, ein paar Minuten backen – und das war es auch schon. In der Theorie mag das stimmen. In der Praxis sieht es jedoch ganz anders aus.

Ich kann es jetzt mit Gewissheit sagen: Der Waffelteig lässt sich nicht in unserem Litermaß anrühren! Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, bedurfte es nicht weniger als fünf Versuche an verschiedenen Sonntagen der letzten Jahre. Der zeitliche Abstand zwischen den Waffelsonntagen war jeweils so lang, dass ich in aller Vorfreude auf das Gebäck, jedes Mal aufs Neue mit der Einschätzung daneben lag: „Das passt schon!“

Unterstützt wurde ich bei der Fehlentscheidung jeweils von einem gewissen Zeitdruck der Marke „Gleich kommen XY. Mach doch mal schnell ein paar Waffeln!“

Dann reiß ich also die Schränke auf, hole Zutaten und Mixer heraus und beginne hektisch mit der Arbeit. Ruckzuck hab ich dabei nicht nur ein Ei herunter geworfen (oder wahlweise Mehl verschüttet), sondern auch wieder den Messbecher und nicht die Rührschüssel verwendet.

Es staubt und spritzt also über den Rand und macht einen Heidenspaß, besonders wenn X und Y auch noch Kind Z im Gepäck haben. Dann lassen sich die Waffeln sehr gut zusammen mit diesem und dem eigenen zubereiten. Zutaten löffeln, Mixer halten, Waffeleisen einpinseln lieber selber machen, Teig mit der Kelle auf das Eisen und Waffel mit der Gabel wieder runter… eine große Freude!

Zutaten für 10 Waffeln:

  • 125 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier
  • ¼ Liter Milch
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Die Butter mit beiden Zuckern und den Eiern verrühren, Mehl und Backpulver unterrühren und nach und nach die Milch einrühren. Das ergibt einen recht dickflüssigen Teig. Ich fette das Eisen vor jeder Waffel erneut mit einem Pinsel mit Margarine ein. Der Regler steht auf drei, was exakt die Mitte der Skala bedeutet. Die Waffeln werden schön dick und saftig und schmecken ausgezeichnet mit Puderzucker.

Vor ein paar Tagen habe ich einmal ganz ohne Zeitdruck Waffeln gebacken, um zu probieren, ob sich der Teig mit etwas mehr Milch verdünnen lässt. Mein Ziel war es, aus denselben Grundzutaten mehr und dünnere Waffeln zu erhalten. Ich kann berichten, dass schon ein Schuss mehr Milch das Backen unheimlich erschwert. Die Waffeln wurden auch gegessen, aber für meinen Teil erkläre ich das Experiment für gescheitert. An einigen Stellen waren die Waffeln zu dünn, unterschiedlich durchgebacken, der Teig lief aus dem Eisen – eine Riesensauerei! Und: Der Teig passte wieder nicht ins Litermaß!

Ein Erfolg war aber auf jeden Fall die Vanillesahne.

Zutaten für die Vanillesahne:

  • 1 Vanilleschote
  • 250 ml Sahne

Am Tag zuvor hatte ich die Vanilleschote aufgeschnitten in der Sahne aufgekocht und beim Abkühlen ausgekratzt.

Über Nacht habe ich die Sahne kaltgestellt und am nächsten Tag zu den Waffeln, mit etwas Zucker aufgeschlagen, serviert.

Das klappt bestimmt auch ohne Aufkochen indem man einfach die Sahne mit echtem Vanillezucker aufschlägt oder mit Vanille aus dieser aktuell beworbenen Vanillemühle (von Dr. Oetker?) würzt.

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